ViaGottardo: Wassen - Andermatt
 

Die ViaGottardo-Etappe von Wassen nach Andermatt lädt zur Auseinandersetzung mit vielfältigen Themen ein. Langsam aber sicher werden die Dörfer hier oben seltener und auch kleiner als noch im Tal unten. Anhand der wechselvollen Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde Göschenen, wo seit 1882 der Schienen- und seit 1980 der Strassenverkehr im Berg verschwindet, lässt sich so manches zeigen: Warum schnellt die Einwohnerzahl zum Beispiel zwischen 1870 und 1880 derart empor und geht bis 1888 fast wieder auf den Wert von 1866 zurück? Wie stark ist und war das Bergdorf Göschenen vom hochaktuellen Problem der Entvölkerung der Randregionen, der Landflucht betroffen? Und überhaupt: Welche Bedeutung hat das Vorhandensein von Arbeitsplätzen für das Siedlungsverhalten der Schweizerinnen und Schweizer?
Die Schöllenenschlucht zwischen Göschenen und Andermatt hatte früher eine sehr grosse Bedeutung für den Gotthardverkehr. Bevor sie im 13. Jahrhundert mit dem Bau der ersten Teufelsbrücke passierbar gemacht wurde, hatte die Gotthardroute im Vergleich zu anderen Nord-Süd-Verbindungen über die Alpen nur geringe Bedeutung. Die Herausforderungen des Baus von Verkehrswegen in diesem unwegsamen Gelände, wie sie sich auch anderswo in der Alpenregion zeigen, können in der Schöllenenschlucht unmittelbar vor Ort nachvollzogen werden. Doch hat bei der Konstruktion der Teufelsbrücke, wie es die Sage berichtet, tatsächlich der Teufel nachgeholfen?
Der Zielort der Etappe ist in letzter Zeit wiederholt in die Schlagzeilen geraten wegen des geplanten und teilweise bereits im Bau befindlichen Tourismusresort des ägyptischen Investors Samih Sawiris, der in Andermatt ein eigenes „Dorf im Dorf“ mit allem Drum und Dran bauen will. Welche Konsequenzen hat dieses Projekt wohl für die Gemeinde Andermatt, deren Bevölkerungszahl in den letzten Jahrzehnten ebenfalls abgenommen hat?
In Andermatt sind noch zahlreiche Relikte zu betrachten, die an Zeiten erinnern, als man noch nicht mit Auto und Eisenbahn, ja noch nicht einmal mit Kutschen über den Gotthardpass reisen konnte. Wo und wodurch wird man in Andermatt noch heute an die Säumer erinnert, die noch bis ins 19. Jahrhundert hinein die Handelswaren mit der Hilfe von Lasttieren über den Gotthard transportierten? Wie funktionierte das Säumerwesen damals am Gotthardpass überhaupt?

 

 
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